– Private Banking

Umfrage des Kontora Family OfficeFamily-Office-Kunden erwarten mindestens 4 Prozent Rendite

Handlungsempfehlungen und Erfahrungen von Vermögensinhabern an Vermögensinhaber. Unsere Mandantenstudie bietet Vermögensinhabern eine fundierte Auseinandersetzung mit den wesentlichen Fragestellungen rund um das eigene Vermögen.

Das Kontora Family Office hat seine Mandanten nach deren Erwartungen an die Dienstleistungen und Gesamtvermögensrenditen befragt. Die Umfrage (nicht repräsentativ) zeigt, dass die Vermögensinhaber ihre Renditeerwartungen mitnichten an das Niedrigzinsumfeld angepasst haben.

Wie ticken meine Family-Office-Kunden? Welche Dienstleistungen sind besonders gefragt? Welche Renditeerwartungen haben die Mandanten? Diesen Fragen ist das Kontora Family Office in einer Befragung der eigenen Kunden nachgegangen.

Nun ist Family Office nicht gleich Family Office, die Unterschied stellenweise deutlich, unter anderem bei der Frage, ob eine hauseigene Vermögensverwaltung angeboten wird oder nicht. Anzunehmen ist, dass die Mandanten des Kontora Family Office sich für dessen Dienste entschieden haben, weil sie sich beim Dienstleistungsangebot und der Unternehmensphilosophie der Hamburger wiederfinden. Interessant sind die Aussagen der Kundenbefragung dennoch.

Wie finden Vermögende ein Family Office? Vor allem durch Mundpropaganda. Bei der Kontora-Umfrage gaben 69 Prozent diese Antwort. Ansonsten kam der Tipp von der Bank (19 Prozent).

Insgesamt wurde die Suche nach geeigneten Gesprächspartner für die Suche als sehr große Herausforderung bezeichnet. Grund sei, dass Dritte die neue Situation einer Unternehmensfamilie nach deren Firmenverkauf, dem sogenannten Cash-Event, kaum nachvollziehen können. Meist laufe das Prozedere so ab, dass die Familie auf der Grundlage von Empfehlung für Family Offices eine Marktanalyse durchführe. Daraufhin erfolgt in der Regel ein Pitch, bei dem Family Offices und die Vermögensinhaber sich über die gegenseitigen Erwartungshaltungen austauschen.

Zu denen zählt auf Mandantenseite vor allem, dass Sympathie und Vertrauen besteht (31 Prozent). Weitere Anforderungen der Kontora-Mandanten betreffen vor allem die Unabhängigkeit des Family Office und der Gesamtvermögensfokus beziehungsweise Fachkompetenzen.

Da das Kontora Family Office seine Dienste modular anbietet, nutzen die Mandanten die Dienstleistungen unterschiedlich stark. Die Vermögensüberwachung, bestehend aus Reporting und Controlling, einer der Herzstücke eines Family Office nutzen entsprechend viele, andere Dienste wie die Nachfolgeberatung oder die Verhandlungsführung bei Projektrealisierungen (Immobilientransaktionen, Beteiligungen) nicht ganz so viele.

Welche Ziele verfolgen die Family-Office-Mandanten beim Vermögensmanagement? Ganz zuoberst – das dürfte nicht nur für die Kontora-Klientel gelten, steht die Renditeoptimierung, Vermögensmehrung, Transparenz und generationsübergreifender Vermögenserhalt. Diese erachten alle Befragten zu Beginn ihrer Mandatierung für wichtig.

Spannend im Niedrigzinsumfeld ist die Frage nach den Erwartungen der Gesamtvermögensrendite. Die Studie von Campden Wealth und UBS hat für Europa im Jahr 2016 eine Rendite von 6,6 Prozent ermittelt. 2015 lag sie bei miserablen 0,3 Prozent, 2013 noch bei 8,5 Prozent. Auch wenn das Zinsniveau kaum etwas hergibt, so sind die Renditeerwartungen mitnichten nahe dem Nullniveau, zumindest nicht bei den Kontora-Befragten. Die große Mehrheit erachtet eine Rendite von über 4 Prozent als realistisch.

Das Hamburger Family Office erklärt die Differenz zu der Rendite von Campden Wealth/UBS mit seinem Fokus auf illiquide Anlagen. Bei diesen seien auch im heutigen Umfeld noch gänzlich andere Renditen als bei liquiden Investments möglich. Das Family Office liefert dafür sogar seinen Track Record, basierend auf 95 umgesetzten illiquiden Investments in den vergangenen zehn Jahren (siehe nachfolgende Grafik).

Vor welchen Fehlern wird gewarnt? Die Befragten gaben auf eine offen gestellte Frage, welche Fehler sie selbst gemacht haben oder vor denen sie andere Vermögensinhaber warnen würden, Antworten, die die Studienautoren wie folgt in Themenkomplexe zusammenfassen:

Kontora ist ein Multi Family Office, das für seine Mandanten ein Vermögen von über 5 Milliarden Euro betreut. Die Hamburger bieten ihre Dienste im Reporting/Controlling, der Beratung und Umsetzung von Immobilientransaktionen und die Managerselektion von Vermögensverwaltern modular an.

Zu den Mandanten gehören vermögende Familien, Single Family Offices, Non-Profit-Organisationen und Stiftungen. Da die Mandantschaft keine 50 Kunden umfasst, ist die Befragung nicht repräsentativ, hatte aber eine hohe Rücklaufquote von über 80 Prozent.

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