Die Leuchtturm Gruppe aus Geesthacht bei Hamburg bietet heute alles, was das Sammlerherz begehrt, aber auch ein Online-Versandhaus, sowie Schreib- und Lederwaren. Das Kerngeschäft von einst trage noch etwa 50 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Auf dem Weg zum diversifizierten Multi-Marken-Unternehmen habe man zahlreiche Ideen erprobt: „Mein Bruder Max und ich mussten Leuchtturm erstmal zu dem Unternehmen machen, das wir gerne führen wollen“, sagt Stürken.
Und das bedeutete für die Brüder zunächst, innerhalb des Unternehmens selbst zu gründen. Der Vater und Firmenpatriarch Kurt Stürken – 1935 geboren und bis heute im Unternehmen aktiv – habe sie dabei unterstützt. Also starteten die Brüder um die Jahrtausendwende den Onlineshop Torquato, ein „Versandhaus für schöne Dinge“. „In einem halben Jahr haben wir das Sortiment aufgebaut, alles getextet, fotografiert und online gestellt“, so Stürken.
Zunächst fehlte es jedoch an Kund*innen, sowie an Wegen, diese zu erreichen. Google hatte sich noch nicht etabliert, langsame Internetverbindungen trübten zudem das Einkaufserlebnis. Also legte Torquato zunächst gedruckte Kataloge auf – und nahm Bestellungen ganz klassisch entgegen. „Fast die Hälfte der Bestellungen ging telefonisch ein“, sagt Stürken. „Auch das Fax erwies sich als wichtig: „Am Montag hat man viel Fax“ war ein geflügeltes Wort bei uns.“