– Immobilien Zeitung

Wohnen über Lebensmitteln

Lüneburg. Mit der Eröffnung des Rewe- und des Alnatura-Marktes konturiert sich das Quartierszentrum im Lüneburger Hanseviertel.

Über dem 1.200 m2 großen Rewe- Markt sind im Hanseviertel 22 kleine Wohnungen entstanden.

Im Lüneburger Hanseviertel haben in der vergangenen Woche Rewe und Alnatura ihre Märkte eröffnet. Der zweite Rewe-Markt im Stadtgebiet hat eine Verkaufsfläche von 1.200 m2. Für Alnatura ist es der erste Markt in Lüneburg und der sechste in Niedersachsen. Der Bio-Supermarkt offeriert im gegenüber- liegenden Gebäude sein Angebot auf 465 m2. Auf dem 6.830 m2 großen Grundstück ent- wickelte die Nord Projekt Immobilien und Beteiligungsgesellschaft Hamburg, eine Beteiligung der GBI, mit dem Family-Office Kontora zwei Gebäude nach einem Entwurf der Hamburger Tchoban Voss Architekten. Im dreigeschossigen Gebäude an der Lübe- cker Straße entstanden über dem Rewe- Markt sowie einer Filiale der regionalen Bäckerkette Salzbäcker 22 Eineinhalb- und Zweizimmerwohnungen mit 26 m2 bis 51 m2. Die viergeschossige Immobilie an der Ecke Lübecker Straße/Horst-Nickel-Straße nimmt

über dem Alnatura-Markt 42 Mikroapart- ments mit Wohnflächen von 23 m2 bis 43 m2 auf. Zwischen den Gebäuden wurde ein Park- platz mit 80 Pkw-Stellplätzen erstellt.

Das Ensemble ist Teil des Quartierszen- trums des Hanseviertels, das seit 2010 auf 85 ha der früheren Schlieffen-Kaserne sowie eines Kleingartenareals östlich der Innen- stadt entsteht. In den ersten beiden Bauab- schnitten sind 750 Wohneinheiten entstan- den. In das Quartierszentrum investierten neben Nord Project auch Quantum Immobi- lien, die Lorenz-Gruppe (beide Hamburg) sowie Willy Meyer Bauunternehmen, Uelzen, und Schröder Immobilien, Winsen/Luhe. Nord Project veräußerte sein Vorhaben vor Baubeginn an einen privaten, von Kontora betreuten Investor. Aktuell laufen Planungen für den dritten Bauabschnitt des Hansevier- tels. In zweigeschossigen Reihenhäusern, Geschosswohnungsbauten sowie Kasernen- gebäuden aus den 1930er Jahren sollen ins- gesamt 650 Wohneinheiten entstehen – davon ein Drittel öffentlich gefördert.